Ein Hauch von Frost…

Auf die Frage hin, welches Buch ich denn als nächstes rezensieren würde, musste ich erst einmal eine Weile nachdenken. Doch dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Natürlich konnte es nur Frostkuss, der erste Teil der Mythos-Academy-Reihe von Jennifer Estep, sein! Von Anfang an begleiteten mich diese Bücher und zeigten mir, dass man sie nicht nur einmal, sondern viele Male lesen konnte. Doch sparen wir uns das Schwelgen in den Erinnerungen und kommen gleich zum eigentlichen Kern des Ganzen, der Rezension.

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Cover:

Hier sehen wir also zwei unterschiedliche Cover desselben Buches. Das linke gehört zu dem Paperback und das rechte zu dem Taschenbuch. Ich habe es bisher selten erlebt, dass die deutschen Cover besser aussehen als die englischen, doch diese hier konnten mich ganz klar überzeugen (zum Vergleich: Touch of Frost). Dabei muss ich ehrlich sagen, dass ich mich nicht so recht entscheiden kann, welches von den beiden schöner ist. Die Hauptsache ist, dass beide zum Inhalt des Buches passen, was ja nicht immer gegeben ist. Ein wenig unschön ist jedoch, dass das Cover des Taschenbuches doch sehr den Dämonentochter-Büchern ähnelt.  Trotzdem macht es was her.

Inhalt:

Gwen Frost war nie wie normale Teenager. Allein durch die Berührung einer Person kann sie alles sehen, was sie jemals in ihrem Leben getan hat. Doch als sie nach dem Tod ihrer Mutter auf die Mythos-Academy wechseln muss, wird ihr das mehr denn je bewusst. Denn selbst unter Spartanern, Wikingern und schrillen Walkürenprinzessinen ist sie nur „das seltsame Gypsy-Mädchen“. Die Mythos-Academy ist das Heim unzähliger mythologischer und reicher Kriegerkinder. Bedroht durch die bösen Schnitter des Chaos werden sie von ihren Eltern verhätschelt. So ist Gwen die Einzige die Mitleid hat, als ein Mädchen ermordet wird. Sie macht sich auf die Suche nach der Wahrheit hinter ihrem Tod…und schlittert dabei mitten in die Schussbahn ihrer Feinde.

Idee:

Wir alle kennen die typischen Internat-Bücher. Irgendwie üben sie einen ganz eigenen Reiz aus… Auf jeden Fall bin ich in einer meiner „Phasen“, wo ich ausschließlich bestimmte Bücher lese, über die Reihe gestolpert. Ein wenig erinnern die Frost-Bücher mich an Percy Jackson oder aber auch Dämonentochter, da alle drei in Internaten (oder Camps) spielen und griechische Mythologie enthalten. Einige werden natürlich schon wieder sagen, dass die Idee deswegen mehr oder weniger abgekupfert sei. Vielleicht ist das auch so, doch trotzdem bringt Jennifer Estep ihren ganz eigenen Charme mit in die Bücher und kreiert völlig neue Charaktere. Die Reihe hat meiner Meinung nach ihre eigene Daseinsberechtigung, auch wenn sie in puncto Innovation nicht ganz überzeugen kann.

Charaktere:

  • Gwen (Hauptcharakter): Für mich ist Gwen die typische Außenseiterin. Sie ist ziemlich kratzbürstig, hat es aber faustdick hinter den Ohren! Manchmal bringen ihre frechen Antworten nicht nur die anderen Charaktere, sondern auch mich auf die Palme und sie tiefer ins Schlamassel. Trotzdem ist sie die perfekte Romanheldin und zeigt Stärke, Mut, Andersartigkeit (Comic-Adicction)  und den Willen andere zu beschützen, selbst wenn es dafür manchmal einiger Überredung bedarf. In Schwierigkeiten stürzt sie sich dafür von ganz allein. Wie schon gesagt, habe ich die Bücher mehrere Male gelesen. Gwens Entwicklung hat mich nicht so sehr beeindruckt wie die von Rose aus den Vampire-Academy-Reihe, doch hält sie sich ganz gut. Bis zum Schluss behielt sie ihre Schlagfertigkeit und bekam, dank Frau Estep, ein Bilderbuch-Happy-End.
  • Grandma Frost: In allen schweren Situationen bildet sie die Person, auf die Gwen sich immer verlassen kann. Sie ist ebenfalls eine Gypsy und für ihre alten Tage noch recht beweglich.
  • Logan Quinn: Logan ist der Spartaner, der Gwen nicht mehr aus dem Kopf geht. Im allgemeinen ist sein Hobby das Signieren von Matratzen und er gilt als adrenaliensüchtiger Weiberheld. Doch auch als Ritter in schillernder Rüstung eilt er zu Gwens Rettung und verdient sich somit einen Platz als wichtiger Nebencharakter und in ihrem Herzen.

Es gibt noch einige Charaktere die es verdient hätten, hier aufzutauchen. Doch da ich nicht unbeabsichtigt spoilern möchte, lasse ich es erst einmal darauf beruhen.

Schreibstil:

Jennifer Estep hat eine ganz eigene Art ihren Charakteren Leben ein zu hauchen. auffällig dabei ist jedoch, dass sie alle sehr schlagfertig sind. So bringt sie viel Witz in das Geschehen. Insgesamt lässt sich das Buch sehr locker und flüssig lesen und dient gut als Samstagabend-Unterhaltung.

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Fazit:

Auch wenn Frostkuss nicht das ultimative literarische Wunder ist, so hat es maximalen Unterhaltungswert und hat Suchtpotenzial. Ich würde es vor allem Mädchen ab 14 empfehlen, die griechische Mythologie und Internatsbücher mögen. Von mir bekommt das Buch vier von fünf Buchpunkten.

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Weiter Informationen:

  • Verlag: PIPERPIPER
  • Autorin: Jennifer Estep
  • zu kaufen bei Thalia, Hugendubel, Amazon…
  • € 14,99 [D], € 15,50 [A]
  • Erschienen am 12.03.2012
  • 400 Seiten, Klappenbroschur
  • Übersetzt von: Vanessa Lamatsch
  • ISBN: 978-3-492-70249-2

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