Die Braut des blauen Raben

Nur wer liebt, der lebt. Und wer lebt, muss zwangsläufig lieben.

Fast einer Fabel gleich steht am Ende dieses wundervollen Fantasybuches von Mariella Heyd eine Moral, die uns doch allen bekannt vorkommen müsste. Die Braut des blauen Raben wurde mir als Rezensionsexemplar vom Zeilengoldverlag zugesendet und gleicht mit seinen rund zweihundert Seiten fast einem Märchen, oder einer Fabel.

Cover:

Die-Braut-des-blauen-Raben

Das Cover von „Die Braut des Raben“ gefällt mir sehr gut, auch wenn es vielleicht ein klein wenig überladen wirkt. Die Farbgebung gefällt mir und auch das Fotomodell, aber dennoch hätte die Überschrift vielleicht einen Ticken größer und die Autorin an einer anderen Stelle platziert sein können. Doch das ist nicht möglich, da man wo anders sonst ja nicht die weiße Schrift gesehen hätte. Merkwürdig finde ich auch etwas, dass dem Modell der Rabe mehr oder weniger im Gesicht klebt. Das hätte man möglicherweise anders arrangieren können. Dennoch hätte ich dem Buch im Laden vermutlich schon aufgrund seines auffälligen Covers einen zweiten Blick geschenkt.

Inhalt:

Czarny Kruku wird seit Jahren von Raben heimgesucht, die Alpträume mit sich bringen. Doch Dank der Hellseherin Manteia wurden sie verjagt. Als plötzlich nach der alljährlichen Hochzeitszeremonie scharenweise Raben einfallen, erwachen die alten Ängste der Dorfbewohner. Sinnt der verschollene Jungeselle, dem man seine Braut Lobna vorenthalten will, auf Rache? Außer sich vor Angst jagen sie das Mädchen in den Wald, wo es den dunklem Geheimnissen der Rabenfrau Waleska zum Opfer fällt.

Rabe-2025562_960_720

Charaktere:

  • Lobna: Lobna glaubt nicht an die Liebe. Sie ist nur ein Scheinbild und in dieser Welt praktisch nicht existent. Denn man heiratete ja schließlich nicht, um glücklich zu werden, sondern um zu überleben. Deswegen macht sie ihren jüngeren Schwestern Zocha und Bozena auch keine Illusionen über ihre neuen Ehemänner. Im Laufe des Buches zeigt sich, dass sie ebenso kratzbürstig und entschlossen, wie sanft und umsorgend sein kann. Außerdem ist sie eine grandiose Haushälterin und gütig.
  • Manteia: Sie ist eine, schon fast sagenumwobene, alte Frau, geachtet von allen Dorfbewohnern und bis zum Schluss ein Rätsel. Sie übernimmt die Rolle der allwissenden Person, die im Hintergrund die Fäden zieht. Schlussendlich will sie für alle nur das Beste.
  • Der verschollene Jüngling: So grantig, undankbar und unnahbar er anfangs auch scheint, in ihm steckt ein trauriger, herzensguter Junge, der nur die Liebe sucht. Wahrer Edelmut zeigt sich nicht im Blut, sondern im Herzen.

Rabe-2025562_960_720

Schreibstil:

Mariella Heyd hat einen wahrhaft märchenhaften Schreibstil. Mit Liebe zum Detail und den Charakteren, umschreibt sie jede Situation, jede Emotion und jede Reaktion. Lobna und die Anderen wachsen einem tatsächlich sehr ans Herz. Das Ganze hat, wie ich schon erwähnte, etwas von einer Fabel oder einem Märchen. Mit sprechenden Tieren, Magie und Liebe, so wie mehr als einer klaren Moral. Auf jeden Fall ist das Buch sehr entspannt und schnell zu lesen, etwa wie eine Lektüre für einen kalten Winterabend. Da wird uns doch allen warm ums Herz. Wobei kurz vor Ende noch einmal die Gebrüder Grimm vorbei geschaut und etwas Blut vergossen haben. In dieser Szene erinnerte es mich doch etwas an Krabat, sowie auch die Rabenzeichnungen in den Kapitelanfängen.

Rabe-2025562_960_720

Fazit:

Die Braut des Raben hat mir wirklich sehr gut gefallen. Es ist herzerwärmend, witzig und spannend. Ich würde das Buch ab vierzehn weiterempfehlen, da es am Ende doch mal kurz etwas forscher wird. Das Buch bekommt von mir sehr gute vier Punkte, da die fünf wirklich nur meinen absoluten, unangefochtenen Lieblingen vorbehalten bleibt.

vier1

Die Autorin:

Mariella Heyd, 1989 geboren, studiert und lebt ganz in der Nähe von Frankreich. Ihre Freizeit widmet sie ihren drei Katzen und der Belletristik. Seit ihrer Kindheit reißen sie Romane aller Art in ihren Bann. Besonders R. L. Stines „Fear Street“- Reihe hat in ihr schon früh das Interesse an dem Sonder- und Wunderbaren geweckt. Bereits im Alter von zwölf Jahren schrieb Mariella Heyd eigene Kurzgeschichten, später entdeckte sie das Bloggen für sich, und verwirklichte 2016 mit ihrem Debütroman „Elfenfehde“ ihren Traum vom eigenen Buch. Ihre Arbeit als Gesundheits- und Krankenpflegerin half ihr stets dabei, über den Tellerrand der Realität hinaus zu blicken und neue Welten zu erschaffen. 2017 wurde sie auf der Leipziger Buchmesse mit dem Indie Autor Preis ausgezeichnet

Weitere Werke: Touch of Flames, Als der Tod die Liebe fand, Elfenfehde 1u.2

Weiter Informationen:

RTEmagicC_button_130_02.png

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s